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Asturien - Kultur - Megalithen - Menhire und Dolmen

Megalithen in Asturien
Megalithen sind große Steinblöcke, die in Form von Menhiren und Dolmen über Jahrtausende hinweg errichtet wurden. Als Menhire werden aufrecht stehende Steine bezeichnet, die einzeln oder in Steinformationen angeordnet sind. Bei Dolmen handelt es sich nach weitverbreiteter Ansicht um Grabmale aus Steinplatten oder Steinblöcken, doch gibt es Hinweise darauf, dass zahlreiche Dolmen nicht als Grabkammern, sondern zu anderen Zwecken genutzt worden sind. Zum Teil sind die Steinblöcke bearbeitet und mit Gravuren versehen. Viele Dolmen waren von einem Tumulus aus Steinen oder Erde bedeckt. Megalithische Steinformationen der Jungsteinzeit vor 5.000 bis 8.000 Jahren finden sich in Asturien an vielen markanten Plätzen. Bisher sind in Asturien etwa 1.000 megalithische Fundstellen bekannt.

Die ersten dauerhaften Ansiedlungen in der Jungsteinzeit ermöglichten den Bau von Kultstätten und Grabanlagen. Dazu waren eine große Zahl von Personen erforderlich, die über einen längeren Zeitraum an der Errichtung der tonnenschweren Monumente mitwirkten. Über die Entstehung, die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten der Menschen und die Bedeutung dieser Jahrtausende alten Monumente bestehen unterschiedliche Annahmen. Sicher ist, dass bei der Ausrichtung der Megalithen astronomische Beobachtungen bedeutsam waren. Einige Dolmen, Steinkreise und Menhire haben offensichtlich der Himmelsbeobachtung gedient.

Dolmen Santa Cruz
Der wohl bekannteste Dolmen Asturiens ist eng verknüpft mit der Legende um den asturischen Nationalhelden Pelayo und dem Beginn der Reconquista, der Wiedereroberung Spaniens nach maurischer Besatzung. Das magische Eichenkreuz Pelayos wurde zum Symbol Asturiens - la Cruz de la Victoria. Für die Aufbewahrung des Kreuzes ließ Pelayos Sohn, König Favila I, im Jahre 737 eigens eine Kapelle in Cangas de Onis bauen, die auf einem imposanten Dolmen errichtet wurde - Capilla de Santa Cruz. Der reich verzierte Dolmen aus einer Zeit vor etwa 5.000 Jahren weist eine Mischung von bildhaften und abstrakten Darstellungen und geometrischen Figuren auf. Der Dolmen ist heute unter dem Boden der Kapelle zu besichtigen. Er befindet sich auf einer Ebene in der Nähe der Einmündung der Flüsse Gueña und Sella.

Anfahrt:Aus Richtung Oviedo über die A 8 / N-634 nach Arriondas. Von dort auf der N-625 nach Cangas de Onis. Der Dolmen befindet sich unter der Kapelle Santa Cruz.

Grabhügel und Ritualstein Peña Tú
In der Umgebung des Nationaldenkmals Peña Tú in Llanes wurden über 50 Dolmengräber und Grabhügel entdeckt. Der Felsen Peña Tú hat die Form eines Kopfes und weist Malereien aus einer Zeit vor etwa 3.700 Jahren auf. Die Bedeutung dieser Zeichnungen kann bisher nicht vollständig erschlossen werden.

Auf einem Teil der Darstellung ist ein mit Symbolen bestücktes bogenförmiges Objekt zu sehen, aus dem heraus ein Wesen zu schauen scheint. Daneben ist ein nach unten spitz zulaufendes Objekt zu sehen. Vor diesen beiden Objekten scheinen sieben Gestalten abgebildet zu sein. Bei einem Vergleich mit der Darstellung von Muttergottheiten aus der Megalithzeit liegt die Vermutung nahe, dass es sich um eine Kultstätte zu Ehren der Großen Mutter handelt. Eine Gravur zeigt eine eulenäugige Figur mit Strichnase und abgedecktem Mund. Die Darstellung der Fruchtbarkeits- und Totengöttin erfolgte in der Megalithzeit häufig in ähnlicher Form. Die Darstellung der Göttin war abstrakt, ohne Mund. Symbole, wie konzentrische Ringe, Zickzack- und Wellenlinien, Bogen- und Strichkombinationen brachten das zum Ausdruck, was mit der Erdmutter, die Leben gibt und nimmt, verbunden wurde.

Anfahrt:Über die A 8 / N-634 bis nach Puertas de Vidiago in der Nähe von Llanes. Dort beginnt ein ausgeschilderter Fußweg, der nach einem Aufstieg von etwa 20 Minuten zum Kultplatz Peña Tú führt.

Megalithanlage Monte Areo
Auf dem Berghügel Monte Areo in der Region Cabo Peñas wurden über 30 Dolmengräber, Grabhügel und weitere Megalithstrukturen entdeckt. Das Alter dieser Megalithanlage wird auf 4.000 - 6.000 Jahre geschätzt. Unter den vielfältigen Dolmenstrukturen finden sich zwei Grabkammern auf quadratischem Grundriss und ein Dolmen, der einen trapezförmigen Grundriss und einen Säulengang aufweist.

Anfahrt:Von Gijón die AS-19 in Richtung Avilés bis Aboño. Dann die CE-6 bis El Valle. Rechts führt ein steiler Anstieg zur oberen Ebene des Berges Areo, wo sich die Megalithanlage befindet.

Menhir de Ovienes
Menhire, aufrecht stehende Steinblöcke, wurden in der Megalithzeit zur Markierung besonderer Plätze und als Geländemarkierung verwendet. Es waren Kultsymbole, die als heilige Steine verehrt wurden. Mancherorts begoss man sie mit Öl oder Wasser und konnte über sie mit den Göttern in Verbindung treten. Der Menhir de Ovienes befindet sich in Valdés, etwa 14km von Luarca entfernt. Im nahegelegenen Ort La Vega befindet sich der Dolmen de Restiello.

Anfahrt:Von Gijón die N 634 bis Luarca. Im dortigen Tourismusbüro (Olavarrieta, 27, Tel.:985 640 083) ist die genaue Anfahrt zu den Dolmen und Menhiren der Region zu erfragen.


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