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Asturien - Natur - Picos de Europa

Naturraum
Das im östlichen Asturien gelegene Biosphärenreservat Picos de Europa erstreckt sich über die Provinz Asturien hinaus auch auf Teile der Provinzen Kantabrien und Leon. Von seiner Gesamtgröße mit 646 km2 entfallen 245 km2 auf Asturien. Von Weitem erscheint das einzigartige Gebirgssystem der Picos de Europa wie eine bizarre Felswüste, 40 km lang und 20 km breit. Die Täler sind jedoch dichtbewachsen und einige Bergdörfer sind in den Hochtälern der Picos eingebettet in eine wundervolle Landschaft.

Die Gipfel der Picos de Europa, die über 2.600 Meter hoch hinaufragen, sind nur 25 km vom Meer entfernt. Schroff erheben sich mächtige Felswände zum Teil 2.000 Meter hoch. Die Bergwelt der Picos besteht aus drei Bergmassiven, die durch die Flüsse Sella, Cares, Duje und Deva voneinander abgegrenzt sind.

Die Picos de Europa sind durchzogen von weit verzweigten Höhlensystemen. Das Naturdenkmal des Höhlensystems "Sistema del Trave" ist ein Höhlengeflecht von 9 km Länge mit einer Tiefe von 1.441 Metern. Es gehört zu den tiefsten Höhlensystemen weltweit. Das Höhlensystem "La Red de Toneyo" ist insgesamt 19 km lang.

Die Hauptorte in der Nähe der Picos de Europa sind Cangas de Onis und Arenas de Cabrales. Bei den Bergseen von Covadonga befindet sich ein Naturerlebnis- und Informationszentrum.


Vegetation und Tierwelt
In den drei Hauptmassiven der Picos de Europa, mit ihren tiefen Tälern und Schluchten, treffen eine Vielzahl von unterschiedlichen Landschaften aufeinander, die einen einzigartigen Lebensraum bilden.

Die kahlen Felsenformationen der Picos de Europa prägen den Nationalpark oberhalb von 1.500 Metern. Darunter wechseln sich kleinwüchsige Buschvegetation, Weideland und Mischwälder, Buchen-, Eichen- und Steineichenwälder ab.

Die Buchen-, Eichen- und Mischwälder bieten Wölfen und einigen wenigen Bären Zuflucht. Um so mehr sind hier Gemsen, Rehe, Hirsche, Auerhühner, Geier und Steinadler zu Hause. Hier lässt sich leicht der Flug des Königsadlers über den Bergen beobachten, ebenso das Gleiten der Geier und Schmutzgeier. Die Geierarten der Picos de Europa haben hier ihr wichtigstes Verbreitungsgebiet in Asturien.

Die Flüsse der Picos de Europa beheimaten Otter, Forellen, Lachse, Alpenmolche und die Seone-Viper. In den zahlreichen Kalksteinhöhlen sind Fledermausschwärme und viele andere Bewohner der unterirdischen Welten zu Hause. In den Höhlen der Picos wurden eine Reihe von noch nicht bekannten Lebensformen und Unterarten von Höhlenbewohnern bis zu einer Tiefe von 1.000 Metern entdeckt. Die Forschungen sind erst am Anfang. Das größte Höhlensystem "Sistema del Trave" wurde erst 1982 entdeckt und der Abstieg bis in die Tiefen der Höhle gelang erstmals 1989.


Lage und Infos
Anfahrt:
Die Zufahrt erfolgt aus Richtung Oviedo über die N-634 nach Arriondas. Von dort auf der N-625 nach Cangas de Onis und auf der AS-14 über Covadonga bis zu den Bergseen (Lagos de Covadonga).

Lage des Naturraums:
Übersichtskarten SIAPA (Sistema de Información Ambiental del Principado de Asturias)

Gemeinden:
Amieva, Cangas de Onis, Onis, Cabrales, Peñamellera Baja

Infos vor Ort:
Informationsbüros der Gemeinden jeweils in der Ortsmitte und
Empfangszentrum der Parkverwaltung bei den Bergseen von Covadonga.
Informationen zu allen Fragen rund um den Nationalpark werden auch in der Casa Dago, in der Ortsmitte von Cangas de Onis gelegen, beantwortet. (Tel.:985 848 614)


Reisetipps
Empfangszentrum Picos de Europa
Das Naturerlebnis- und Informationszentrum bei den Bergseen von Covadonga sollte zur Vorbereitung von Reisen und Wanderungen in den Picos de Europa besucht werden. Dort erwartet Sie eine naturkundliche Ausstellung, ein interaktiver Themenpark, umfangreiche Infos über mögliche Wanderungen und andere Aktivitäten im Naturpark.

Virtuelle Reise
Die Picos de Europa bestehen aus drei Bergmassiven, dem östlichen, dem zentralen und dem westlichen Bergmassiv. Die Picos sind geprägt von Karst- und Gletscherformationen, steilen Schluchten und Abgründen, malerischen Bergtälern und Gletscherseen (Bildergalerie), spitze Gebirgskämme mit Gipfeln bis zu 2.613 m (Peña Vieja) und 2.648 m (Torre Cerredo).

In dieser sagenumwobenen und geschichtsträchtigen Bergwelt sind viele kostbare Naturschätze zu entdecken. Die Picos de Europa sind ein wahres Wanderparadies. Die Route entlang des Cares-Flusses und die Wanderung zum Aussichtspunkt Mirador de Ordiales sind besonders zu empfehlen. Auch ein Ausflug in malerisch gelegene Dörfer wie Bulnes oder Camarmeña ist lohnend.

Covadonga
Bis zu den Bergseen von Covadonga führt eine Straße. Ab diesen Bergseen öffnet sich das Hochgebirge und phantastische Wanderungen sind von hier aus möglich. In Covadonga selber befindet sich das Hauptheiligtum Asturiens:"La Cueva Santa" mit der "Virgen de Covadonga". Dabei handelt es sich um einen Wallfahrtsort von internationaler Bedeutung. Covadonga steht in der Tradition der Marienverehrung. Eine natürliche Felsenhöhle in malerischer Lage ist das Ziel der Pilger.


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