Naturraum
Das baskische Biosphärenreservat Urdaibai umfasst das Flussmündungsgebiet der Ría de Urdaibai. Über etwa 12 km erstreckt sich hier das Land zwischen Süß- und Salzwasser mit sandigen Flächen und Marschlandschaften, die Zugvögeln als Rast- und Überwinterungsplatz dienen. Es ist das ökologisch wertvollste Feuchtgebiet des Baskenlandes mit einer Ausdehnung von etwa 230 km2. Bedeutend ist nicht nur die einzigartige Flora und Fauna des Gebietes, sondern auch die archäologischen Funde im Umfeld der Ría. Dazu zählt die Höhle Santimamiñe in Kortezubi mit interessanten Höhlenmalereien.
Vegetation und Tierwelt
Seltene und vom Aussterben bedrohte Vogelarten sind in diesem Naturraum zuhause. Zu beobachten sind Königsreiher, Kormoran, eine Vielzahl von Entenarten, Löffler, Mövenarten und eine große Anzahl von Watvögeln, Brachvogel, Alpenstrandläufer, Uferschnepfe, Teichwasserläufer sind Beispiele für die Vogelwelt des Biosphärenreservats. Auch einige Steineichenwälder gehören zu diesem geschützten Gebiet.
Lage und Infos Das Biosphärenreservat Urdaibai liegt in der baskischen Provinz Bizkaia (Vizcaya), 30 km nordöstlich von Bilbao zwischen den Kaps Matxitxako und Ogoño bis zur Arbolitz-Landzunge, einschließlich der Insel Izaro. Die Anfahrt erfolgt ab Bilbao über die N-634 bis zur BI-635. Diese Straße führt zwischen Amorebieta-Etxano und Bermeo durch das Naturschutzgebiet. Informationen rund um das Gebiet sind bei der Reservatsverwaltung in Gernika-Lumo erhältlich: Patronat des Biosphärenreservats Urdaibai, Palacio de Udetxea, 48300 Gernika-Lumo, Tel:94 6257125, urdaibai@ej-gv.es , Internet: www.euskadi.net/urdaibai
Reisetipps Die Erkundung des Biosphärenreservats kann verbunden werden mit einem Besuch der Stadt Guernika (Gernika), der "Heiligen Stadt" der Basken und mit dem Besuch des Ortes, an dem sich unter einer alten Eiche der Ältestenrat des Volkes traditionell versammelte. Auch heute noch ist der Baumstumpf dieser legendären Eiche in Gernika zu sehen (in der Nähe des Palacio de Udetxea mit der Informationsstelle der Reservatsverwaltung). |