Startseite  Galicien  Asturien  Kantabrien  Baskenland  La Rioja  Marketing


   Galicia
   Natur
   Kultur
   Wirtschaft
   Städte
   Ferienhäuser
   Infopaket

Galicien

Nordspaniens Westen am „Ende der Welt“ ist vom Tourismus noch weitgehend unentdeckt. Selbst im August sind einige der weiten Sandstrände Galiciens (Galicia) praktisch menschenleer. Zusammen erstrecken sich die galizischen Strände auf 275 km Länge. Die gesamte Küstenlänge beträgt rund 1.500 km. Es ist eine außerordentlich abwechslungsreiche Küste mit tief ins Landesinnere hineinreichenden Fjorden, sturmzerklüfteten Steilküsten und den Nationalparks der vorgelagerten Inseln. Die Küstenstädte La Coruña, Pontevedra und Vigo strahlen ihr jeweils unterschiedliches Ambiente aus.

Im Landesinneren liegt die „Heilige Stadt“ Santiago de Compostela. Die Naturparks der Mittelgebirge Galiciens mit wildlebenden Pferden und die kulturgeschichtlichen Zeitzeugnisse der menschlichen Frühgeschichte, wie Dolmen, Menhire, Steinzeichnungen und die gut erhaltenen Keltendörfer gehören zum prägenden Charakter Galiciens.

Galicien steht kulturell und linguistisch dem südlich angrenzenden Portugal nahe. Die galizische Sprache ist dem Portugiesischen ähnlicher als dem Spanischen. In der Region der Rías Bajas, der fjordähnlichen Flussmündungen im südlichen Galicien, sind auch die wichtigsten Weinanbaugebiete der Provinz zu finden. Nicht so bekannt wie die Anbauregion La Rioja, jedoch mit hervorragenden Weinen, von denen der Albariño zu den beliebtesten Weißweinen gehört.

Nördlich an die Rias Bajas angrenzend beginnt die „Todesküste“, la Costa da Morte. Der Name geht einerseits auf die häufigen Schiffsunglücke zurück, die an der stürmischen und unberechenbaren Küste schon viele Todesopfer gefordert haben und zuletzt im Jahre 2003, nach der Havarie des Öltankers Prestige, ein ökologisches Desaster verursachten. Doch auch schon für die Naturvölker vergangener Jahrtausende war dieser Küstenabschnitt der Beginn des Totenreiches. Hier, wo die Sonne im Meer versinkt, war nach traditioneller Glaubensauffassung auch der Ort, an dem die Seelen der Verstorbenen ihren Weg zu den Sternen antraten. Es ist das Ende der damalig bekannten Welt, zugleich der westlichste Punkt des europäischen Kontinents. Hier versinkt die Sonne in oft spektakulären und farbenprächtigen Schauspielen im Meer, wenn es im restlichen Europa schon längst dunkel ist. Besonders viele alte Kultplätze, Dolmen und Felsenzeichnungen sind hier zu finden.

Die nördlichen Rias Altas sind touristisch kaum erschlossen. An der Ría de Barqueiro befindet sich der nördlichste Punkt Spaniens und in der nahe gelegenen gebirgigen Halbinsel Serra da Capelada genzen an die imposanten Steiküsten Weiden und Wälder mit wildlebenden Pferden.

Galicien bei Wikipedia - die freie Enzyklopädie


online 2 gesamt 124422 heute 60 gestern 283