| Die „Heilige Stadt“ verdankt ihren Ruf dem Apostel Jakobus (Santiago), der nach Jesu Tod nach Galicien gereist sein soll. Hier hat er demnach einige Zeit gepredigt, bevor er nach Jerusalem zurückkehrte. Nach seiner Ermordung sollen einige seiner Verehrer seinen Leichnam in Galicien beigesetzt haben. Das vermeintliche Grab wurde im 9. Jahrhundert unter sagenumwobenen Umständen auf dem „Sternenfeld“ wiederentdeckt (Campus Stellae). So wurde aus Santiago und Campus Stellae die Ortsbezeichnung Santaigo de Compostela. Schon bald war Santiago neben Jerusalem und Rom der bedeutendste Wallfahrtsort der Christenheit.
Die historische Altstadt mit der zentralen Kathedrale, vielen Kirchen, Klöstern und weit verzweigten Altstattgassen übt eine sakrale Faszination aus. Die Hauptstadt Galiciens ist jedoch keineswegs nur eine verstaubte altehrwürdige Stadt und ersehntes Ziel Millionen von Pilgern, sondern wächst mehr und mehr in die Moderne des 21. Jahrhunderts hinein. Eine der führenden Universitäten Spaniens hat hier ihren Sitz. Gleich neben der Kathedrale, im Monasterio de San Martino Pinario auf der Plaza Inmaculada, befindet sich ein futuristisches Museum, in dem Galicien, Santiago de Compostela, die Kathedrale und sogar die Geheimnisse der Katakomben und Höhlen unterhalb der Kathedrale virtuell erlebt werden können. Mit Cyber-Helm auf dem Jakobusweg in eine virtuelle Welt eintauchen, mit einer mehrdimensionalen Achterbahn über Santiago und in den sakralen Bauten surfen, dreidimensional in die Unterwasserwelt Galiciens eindringen und im virtuellen Flug aus Satellitenperspektive jedes Objekt in Galicien ansteuern – all dies ist in diesem High-Tech-Museum möglich. Internet: galiciadixital.xunta.es
Stadtportal: Ayuntamiento de Santiago |