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La Rioja - Kultur - San Millán de la Cogolla

Der Jakobusweg nach Santiago de Compostela führt in La Rioja an einer einzigartigen Bergkette vorbei - der Sierra de la Demanda. Sie ist wie ein Kelch geformt. In der Nähe befindet sich der Pilgerort San Millán de la Cogolla mit dem von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgewiesenen Klöstern Suso und Yuso. Die Ursprünge dieser beiden Klöster sind verbunden mit Mythen und Legenden rund um den Gral.

In der Sierra de la Demanda befand sich nach Ansicht einiger anthroposophischer Gralsforscher die erste Gralsburg, in der der legendäre Heilige Gral aufbewahrt wurde - der Kelch des letzten Abendmahls Jesu. Hier erfolgte demnach die Gralseinweihung des Parzivals, dem Helden der Gralsliteratur. In der TV-Produktion Sphinx - Der Heilige Gral - folgen die Autoren den Spuren des geheimnisvollen Kelches, die von Jerusalem über Montségur bis nach Spanien führen. Dabei werden erstaunliche historische Übereinstimmungen mit der Legende zutage gefördert.

Das Kloster Suso ist umgeben von Einsiedlerhöhlen. Hier lebte im 6. Jahrhundert der heilige Millán in einer Mönchsgemeinschaft. Das Kloster wurde zu einem wichtigen kulturellen Zentrum. Hier lebten und arbeiteten die sog. "Kopiermönche". Sie schufen eine reiche Sammlung von Manuskripten von internationaler Bedeutung. Im Kloster Suso entstanden die ersten heute noch erhaltenen Aufzeichnungen in spanischer und baskischer Sprache.

Das Kloster Yuso entstand im 10. Jahrhundert. Die heute sichtbare Klosteranlage wurde am selben Ort im 16. und 17. Jahrhundert errichtet.  Die Bibliothek und das Klosterarchiv beherbergen noch heute über 10.000 Mansukripte, insbesondere aus dem Mittelalter. Die Sakristei dieses Klosters, mit einzigartigen Deckenfresken aus dem 17. Jahrhundert, gilt als eine der schönsten in Spanien.

Die Mönche des Augustinerordens erhalten auch heute das klösterliche Leben an diesem Pilgerort. Sie laden zu einem Besuch in Achtsamkeit ein:
"San Millán de la Cogolla:Die überwältigende Schönheit der Landschaft sollte man nicht versuchen, mit einer anderen zu vergleichen, denn sie liegt dort vor uns, um von unseren Augen genossen und von unserem Geist gelassen aufgenommen zu werden. Den Kuriosen, die sich nähern - sei es ein Pilger oder ein Tourist, der in aller Eile versucht, Ehrfurcht zu verspüren oder Bilder zu erhaschen - sollte man an die Hand nehmen und ihn bitten, doch an jeder Ecke des Weges und vor jedem Stein haltzumachen und jedes einzelne Pergament und die unzähligen Bücher im Detail zu betrachten."

Monasterio de Yuso

 


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